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Mittwoch, 4. November 2009

"De Vöchel singen im Gezweich"

"Nuu, Rosenlöcher. Dichdest de wieder?"
"Ach was. Spazieren geh ich."
"Klar dusde dichdn: 'De Vöchel singen im Gezweich'."

- So stellt sich also Otto-Dresden-Normal-Verbraucher das Dichten vor. Der Dichter geht umher und dichtet vor sich hin. Oder hört zumindest genau hin und macht dann Dichtung draus - die sich nicht immer reimen muss. Und was macht ein Stadtschreiber? In unserem allerersten Eintrag haben wir über die zu Ende gehende Stadtschreiberei Wiglaf Drostes in Rheinsberg berichtet. Etwas später hat Deutschlandradio Kultur mit Droste telefoniert und ihn über seine Tätigkeit ausgefragt - und dabei zum Beispiel enthüllt, dass sich Droste für "nach Schluss" noch eine Bleibe gesucht hatte ganz in der Nähe, für drei Wochen, er also gar nicht weg wolle aus Rheinsberg. Und dass das Ergebnis immer so eine Art Schulheft sein muss, ein Rheinsberger Bogen, mit Texten, die in der Rheinsberger Zeit entstanden sind.

Wie so was aussieht, kann man im Folgenden sehen, und wie sich so was anhört, kann man im Folgenden hören. Viel Spaß!



Mittwoch, 15. Juli 2009

Bombodrom

Der am vergangenen Donnerstag von der Bundeswehr verkündete Verzicht auf den Truppenübungsplatz Kyritz-Ruppiner Heide ist eine gewaltige Chance für die Region, auch wenn es noch keine Nutzungskonzepte gibt, wie bereits mancher wieder beklagen zu müssen glaubt.
Aber nicht nur für den geplanten Truppenübungsplatz, auch für das Wort "Bombodrom" bedeutet dieser Rückzug das endgültige Aus. Warum? Dieser Begriff ist irgendwann einmal mit Bezug auf den Truppenübungsplatz geprägt worden - von wem, wird die Sprachwissenschaft noch herausfinden müssen. Spannend ist, dass er bis heute ausschließlich in diesem Sinne gebraucht wurde. Nirgendwo wird der Begriff für etwas anderes als die Kyritz-Ruppiner Heide benutzt. Wer's nicht glaubt, kann bei Google gern eine andere Verwendung suchen.
Wie wird dieses Wort später in den Lexika aufbewahrt werden? "Als Bombodrom wurde in 1990er und 2000er Jahren ein geplanter ......" So oder ähnlich wird es wohl heißen, doch die Diskussion wird noch spannend werden, wie man bereits jetzt an der Debatte um den betreffenden Wikipedia-Eintrag sehen kann.
Wiglaf Droste übrigens, über den wir vor 14 Tagen berichteten, ist der Meinung, man solle aus diesem Anlaß ruhig "eine Flasche Champagner öffen". Ganz genau.

Pssst! Wie angekündigt, hat der Rheinsberger Stadtschreiber Droste gestern seine Abschiedslesung gehalten. Sie scheint so eingeschlagen zu haben, dass für den 18. August eine "Stadtschreiber-Zugabe" vereinbart wurde.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Ran an' Speck, Wiglaf!

Für den ersten der beiden diesjährigen Rheinsberger Stadtschreiber Wiglaf Droste ist der letzte Amtsmonat angebrochen. Immerhin muss jeder Stadtschreiber am Ende dieser Zeit neu entstandene Texte auf einer Lesung vorstellen. Daran ist die 5-monatige Unterbringung im Marstall des Rheinsberger Schlosses geknüpft.
Für Wiglaf Droste bleibt damit nicht mehr allzu viel Zeit, denn die offizielle Abschiedslesung ist bereits für den 14. Juli, 19.30 Uhr, im Tucholsky-Museum angekündigt.

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