Mittwoch, 26. August 2009

1.000 Kilometer nach Potsdam


Michael Jungclaus (43) will nach Potsdam in den Landtag - und wenn es tausend Kilometer sind. Letzten Donnerstag ist er mit seiner Familie von einer Polit-Urlaubs-Fahrradtour durch Brandenburg nach Neuenhagen bei Berlin zurück gekehrt. Während sich die Kinder auf reale und virtuelle Freunde (jappy), Ehefrau Uta sich auf die Waschmaschine freut, will Jungclaus erstmal an den PC, das Webtagebuch nachtragen, denn nicht überall in Brandenburg ist das UMTS so stabil, dass man mobil surfen kann.
Denn es gibt viel zu berichten: "Noch nie habe ich in drei Wochen so viele neue Menschen kennen gelernt", sagte der selbständige Solarhandwerker. Und überall sei er auf ein positive Reaktionen gestoßen. Ob in der Lausitz, im Fläming oder im Ruppiner Land.
Michael Jungclaus ist Direktkandidat in seinem Neuenhagener Wahlkreis und steht auf der Landesliste von Bündnis 90 / Die Grünen auf Platz 4. "Nach acht Jahren Opposition müssen wir wieder in den Landtag. Die Zeit ist reif." Ein wichtiges Signal ist für ihn die 3er Landtagswahl am kommenden Sonnabend: "Wenn wir dort überall drin sind, schaffen wir es auch in Brandenburg!"

Mittwoch, 19. August 2009

Wer hat die rote Laterne?

Gibt es Gemeinden, die sich freiwillig rote Laternen zulegen? Ja, es gibt sie. Und gibt es auch Gemeinden, die fleißig neue Wohn- und Gewerbegebiete entwickeln, die dann jahrelang brach liegen? Ja, die gibt es auch.



Nun ja, wir werden sehen, wie lange diese Laterne noch einsam in der Gegend herumsteht. Vielleicht wird sie ja auch noch von einem richtigen Fotografen entdeckt, zum Beispiel so ...


... oder so ... oder diese ... und diese ... und, und ...

Mittwoch, 15. Juli 2009

Bombodrom

Der am vergangenen Donnerstag von der Bundeswehr verkündete Verzicht auf den Truppenübungsplatz Kyritz-Ruppiner Heide ist eine gewaltige Chance für die Region, auch wenn es noch keine Nutzungskonzepte gibt, wie bereits mancher wieder beklagen zu müssen glaubt.
Aber nicht nur für den geplanten Truppenübungsplatz, auch für das Wort "Bombodrom" bedeutet dieser Rückzug das endgültige Aus. Warum? Dieser Begriff ist irgendwann einmal mit Bezug auf den Truppenübungsplatz geprägt worden - von wem, wird die Sprachwissenschaft noch herausfinden müssen. Spannend ist, dass er bis heute ausschließlich in diesem Sinne gebraucht wurde. Nirgendwo wird der Begriff für etwas anderes als die Kyritz-Ruppiner Heide benutzt. Wer's nicht glaubt, kann bei Google gern eine andere Verwendung suchen.
Wie wird dieses Wort später in den Lexika aufbewahrt werden? "Als Bombodrom wurde in 1990er und 2000er Jahren ein geplanter ......" So oder ähnlich wird es wohl heißen, doch die Diskussion wird noch spannend werden, wie man bereits jetzt an der Debatte um den betreffenden Wikipedia-Eintrag sehen kann.
Wiglaf Droste übrigens, über den wir vor 14 Tagen berichteten, ist der Meinung, man solle aus diesem Anlaß ruhig "eine Flasche Champagner öffen". Ganz genau.

Pssst! Wie angekündigt, hat der Rheinsberger Stadtschreiber Droste gestern seine Abschiedslesung gehalten. Sie scheint so eingeschlagen zu haben, dass für den 18. August eine "Stadtschreiber-Zugabe" vereinbart wurde.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Ran an' Speck, Wiglaf!

Für den ersten der beiden diesjährigen Rheinsberger Stadtschreiber Wiglaf Droste ist der letzte Amtsmonat angebrochen. Immerhin muss jeder Stadtschreiber am Ende dieser Zeit neu entstandene Texte auf einer Lesung vorstellen. Daran ist die 5-monatige Unterbringung im Marstall des Rheinsberger Schlosses geknüpft.
Für Wiglaf Droste bleibt damit nicht mehr allzu viel Zeit, denn die offizielle Abschiedslesung ist bereits für den 14. Juli, 19.30 Uhr, im Tucholsky-Museum angekündigt.

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